Die Scharniere unseres Körpers

Gelenks-Verschleiß kann man vorbeugen

Gelenke

Ein Scharnier nutzt sich bei häufiger Benutzung ab. Ähnlich verhält es sich mit den Gelenken des menschlichen Körpers.

Der Gelenkverschleiß ist zwar ein natürlicher Prozess, dem aber vorgebeugt werden kann. Wichtig ist es, zu intensive Belastungen zu vermeiden und seine Muskulatur zu stärken.

Grundsätzlich brauche jedes Gelenk einen mechanischen Reis, also eine gewisse Belastung, um nicht zu degenerieren. Das betreffe auch den Gelenkknorpel. Das Problem ist: Viele Gelenke werden im Alltag nicht ausreichend gereizt. Um Verschleiß zu vermeiden, sollten Sportler ihr Training aber langsam beginnen und nach und nach steigern. Es ist wichtig, die Gelenke zu bewegen, aber nicht zu überbelasten. Dafür eignen sich Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking am besten. Spitzenbelastungen entstehen hingegen bei Rückschlagsportarten wie Tennis oder Badminton. Hier wirkt of ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes auf jedem Schritt.

Am häufigsten betroffen sind die Kniegelenke. Danach folgt der Fuß und schließlich Schultern, Ellenbogen und Hüfte. Warnhinweise sind leicht Schmerzen in den Gelenken. Der kritische Punkt ist dann allerdings schon überschritten. Erste Anzeichen sind steife Gelenke und Anlaufschmerzen, später dann anhaltende Beschwerden in der Bewegung. Spätestens dann sollte das Sportpensum eingeschränkt werden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, können Hobbysportler vorbeugen. Die beste Prävention ist eine stabile Muskulatur. Denn die Muskeln fungieren als Bremser, Lenker und Dämpfer der Gelenke. Deshalb ist ein mäßiges Krafttraining der beanspruchten Körperteile auf jeden Fall empfehlenswert. Dabei sollten immer Muskel und Gegenmuskel trainiert werden – zum Beispiel Strecker und Beuger im Oberschenkel. Das Gleiche gilt für das Schultergelenk oder den Ellenbogen beim Tennis.

Es darf aber zu keiner Fehlbelastung beim Muskeltraining kommen. Ratsam seien daher vor allem Übungen mit möglichst vielen Wiederholungen und Zyklen, welche auch die Kraftausdauer stärken. Zusätzliche Gewichte sind dabei nicht unbedingt nötig.

Zusätzlich sollten Sportler durch ausreichendes Dehnen vor und nach dem Sport darauf achten, dass der Muskel sich nicht verkürzt. Denn dann reduziert sich seine Bremswirkung auf das Gelenk.

Im Endeffekt sollte sich jeder Sportler bewusst machen: Der Knorpelschaden geht nicht mehr weg. Oft heißt es deshalb einfach: kürzertreten!

Quelle: UNIQA GesundheitsPortal www.meduniqa.at


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