Versteckspiel mit dem Zucker

Der Vorsatz weniger Zucker zu essen, endet beim Einkaufen oft in einem Lese-Marathon. Auf Etiketten verbirgt sich Zucker hinter vielen Namen. Hier die verschiedenen Bezeichnungen und Tipps, damit Sie nicht in die süße Falle tappen.
- Das Etikett ist wie die Visitenkarte eines Lebensmittels. Welche Angaben Sie dort finden müssen, ist gesetzlich genau festgelegt.
- Die Auflistung der Zutaten erfolgt nach den Gewichtsanteilen. Das heißt: die Hauptzutat steht an erster Stelle, diejenige mit der geringsten Menge an letzter Stelle.
- Viele Produkte enthalten verschiedene Zuckerarten. Hersteller schreiben gerne „Glucose“, Fruchtzucker“ oder „Traubenzucker“ auf die Packung, weil das „gesünder“ klingt als Zucker.
- Süßstoffe besitzen eine Süßkraft, die um das 30- bis 3000-fache über der des Haushaltszuckers liegt. Sie liefern keine Kalorien. Erlaubt sind unter anderem: Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Sucralose.
- Zuckeraustauschstoffe haben eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, liefern aber weniger Kalorien. Eingesetzt werden beispielsweise Sorbit, Mannit, Isomalt.
- Achtung: Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind zwar nicht zahnschädigend, in höheren Mengen können sie aber Blähungen und Durchfall verursachen. Manche Zuckeraustauschstoffe fördern sogar Stoffwechselerkrankungen. Süßstoffe und „light“ Produkte besitzen Zusatzstoffe und Aromen die den Appetit darüber hinaus noch anregen.
- Ein Richtwert für die tägliche Zufuhr von Zucker sind maximal 90 Gramm. Diese Menge entspricht etwa sechs Esslöffeln. In einer Tafel Schokolade sind zum Beispiel 24 Stück Würfelzucker, in einem halbe Liter Cola befinden sich 20 Stück.
- Achten Sie auch auf versteckten Zucker: in Soßen, Salatdressings, Fruchtjogurts, Limonaden oder eingelegten Früchten befindet sich viel verstecktes Süßes
- Verdünnen Sie zuckerhaltige Nahrungsmittel: die Limonade mit Wasser, den Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt
- Ernährungsphysiologen warnen, dass unser Essverhalten in der Jugend festgelegt wird. Wenn Kinder zu viele stark gesüßte Produkte essen oder zu viele Süßigkeiten, dann prägt das ihren Geschmack mit. Auch als Erwachsene bevorzugen sie dann stark gesüßte Nahrungsmittel gegenüber weniger stark gesüßten Nahrungsmitteln.
PGA - Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit








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