Rauchen und Sport

Rauchen schadet der Gesundheit. Das wissen alle 1,6 Millionen RaucherInnen in Österreich. Mindestens 500.000 davon wollen damit aufhören.
Neben gesundheitlichen Problemen verursacht der blaue Dunst pro Kopf und Jahr Kosten bis zu 2.000 Euro. Ein guter Weg, den Nikotinkonsum zu reduzieren oder sogar ganz mit dem „Laster" zu brechen, ist Bewegung.
Auswirkungen des Rauchens auf die Leistungsfähigkeit
Zahlreiche Studien belegen die vielen negativen Auswirkungen des Rauchens auf den Körper. Neben einer allgemein erhöhten Krankheitshäufigkeit treten vermehrt Herz-Kreislauf- und Krebs-Erkrankungen sowie bei Männern Impotenz auf. Dies sind jedoch Spätfolgen des Rauchens, die sich manchmal erst nach Jahrzehnten intensiven Zigarettenkonsums einstellen. Es gibt aber auch eine Vielzahl an unmittelbar beobachtbaren Auswirkungen, die bereits kurz nach Beginn des regelmäßigen Rauchens auftreten. Dazu zählen insbesondere die Beeinträchtigung des Geruch- und Geschmacksinns und der Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Hilft Sport bei Tabakkonsum?
Viele Raucher wollen zwar nicht auf die tägliche Zigarette verzichten, aber dennoch ihre Gesundheit nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Die meisten reduzieren deshalb die Dosis oder steigen auf leichtere Produkte um. US-amerikanische Studien zeigen aber, dass der Rauch der Leichtprodukte sogar mehr schädliche Inhaltstoffe aufweist als gewöhnlicher Tabakrauch.
Erfolgsversprechender ist da die Variante, konsequent Bewegung in den Alltag einzubauen. Regelmäßiger Sport beeinflusst die Folgeschäden des Rauchens zwar höchstens geringfügig, die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit leidet aber weniger und kann unter Umständen sogar verbessert werden. Zudem erhöht Sport deutlich die Wahrscheinlichkeit eines gänzlichen Rauchstopps.
Rauchfrei durch Bewegung
Das Institut für Sozialmedizin der Universität Wien empfiehlt Aufhörwilligen eine Kombination aus Verhaltenstherapie und einem Nikotinersatzpräparat. Durch die Therapie soll das Gehirn verlernen, bestimmte Situationen wie das Kaffeetrinken in der Arbeitspause oder Ausgehen mit Rauchen zu verbinden. Hier kann eine Kombination der empfohlenen Maßnahmen mit regelmäßiger Bewegung stark unterstützend wirken.
In der sportwissenschaftlichen Praxis lässt sich oft beobachten, dass die Aufnahme eines Sportprogramms in vielen Fällen den ersten Schritt zu einem völligen Rauchstopp bedeutet. Erklären lässt sich dieses Phänomen durch die Aussagen vieler Betroffener, die sich den Trainingserfolg und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowie des allgemeinen Wohlbefindens nicht durch den Konsum von Zigaretten zunichtemachen lassen wollen.
Welcher Sport hilft?
Jede Art von Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Rauchern aus. Besonders geeignet für Raucher sind Ausdauersportarten. Dabei ist es zweitrangig, ob sie die Intention haben, das Rauchen ganz aufzugeben oder nur einen Beitrag zur eigenen Gesunderhaltung zu leisten. Ausdauertraining stärkt Lungenkapazität und Herz-Kreislauf-System und reduziert in vielen Fällen das Verlangen nach Nikotin.
Quelle: UNIQA GesundheitsPortal www.meduniqa.at








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